
Dieter Kränzlein: Ohne Titel (2006).
Mooser Muschelkalk, schwarz gefärbt
Endlosserie, hier ca. 350x26cm
DIETER KRÄNZLEIN
Dieter Kränzleins Auseinandersetzung mit den Materialeigenschaften des (Muschel-) Kalksteins führt in einem energiegeladenen und strapazierenden Schaffensprozess zu den körperhaften Plastiken, die in Form und Material unserer gegenständlichen Realität entgegenstehen, sich ihr widersetzen. Kränzlein bedient sich einer bildhauerischen Sprache, die "vom Ballast der gegenständlichen Welt" (Malewitsch) befreit ist. Ihm geht es nicht um mimetische Abbildung der sichtbaren Wirklichkeit, sondern um eine abgelöste Objektwelt mit eigener Zeichenhaftigkeit, sozusagen als bildnerischer Gegenentwurf zur beobachtbaren Realität.


